Kurznachrichten KW 49/2018

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Behandelte Unternehmen:
Comdirect, Edding, Freenet, SLM Solutions

Die Themen:
+ Comdirect-CEO über die Zukunft des Bezahlens
+ Comdirect mit guten November-Zahlen
+ Digitalpakt Schule kommt ins Stottern – Edding auf verlorenem Posten?
+ Pelham kauft weiter Freenet-Aktien zurück
+ Versteigerung der 5G-Lizenzen in Gefahr?
+ SLM mit positiven Meldungen von der formnext – wirklich?

Comdirect-CEO über die Zukunft des Bezahlens
Die Comdirect startet als eine der ersten Banken in Deutschland mit dem Bezahldienst „Apple Pay“. Überhaupt sieht die Online-Bank sich damit auf einem guten Weg in die Zukunft der Digitalisierung. In einem Gastbeitrag für das IT-Finanzmagazin erläutert Comdirect-CEO Arno Walter die Zukunft des Bezahlens. So möchte er mit dem Bezahlvorgang vor allem ein positives Nutzererlebnis schaffen und somit die Kundenbindung stärken. Bereits heute seien viele Bezahlvorgänge kontaktlos. Hierzu dienten unter anderem Apple Pay, aber auch Google Pay.
Doch die langfristige Zukunft des Bezahlens sieht der Comdirect-Chef nicht etwa auf dem Smartphone. Dieses werde wieder verschwinden, glaubt er. Anstatt mit dem Smartphone sollen demnach vermehrt Überweisungen durch Sprachsteuerung erstellt werden. Dies sei bereits heute möglich. In Zukunft könne an der Supermarkt-Kasse die Rechnung womöglich mit den Worten „Comdirect, bitte Einkauf bezahlen“ beglichen werden.
– Gastbeitrag im IT-Finanzmagazin

Comdirect mit guten November-Zahlen
Die Comdirect Bank AG hat für den abgelaufenen November durchaus gute Kundenzahlen präsentieren können. So stieg innerhalb eines Monats wie gewohnt sowohl die Kundenzahl (+1,1% auf 2,496 Mio.) als auch die Zahl der verwalteten Depots (+1,3% auf 1,369 Mio.). Erstaunlicherweise konnte neben diesen Zahlen trotz der allgemein sinkenden Börsenkurse auch das verwaltete Kundenvolumen um 560 Mio. Euro auf 64,12 Mrd. Euro zulegen. Das entspricht einem Plus von 0,9%.
– Pressemitteilung

Digitalpakt Schule kommt ins Stottern – Edding auf verlorenem Posten?
Durch die mehrheitlich ablehnende Haltung der Ministerpräsidenten gegenüber dem sogenannten „Digitalpakt Schule“ zeichnet sich ein Scheitern dieser Vereinbarung zwischen Bund und Ländern ab. Nicht wenige Aktionäre hatten gehofft, auch die Edding AG könne durch die Anschaffung beispielsweise von „Whiteboards“ und anderer Unterrichtstechnik vom Pakt profitieren.
Aus dem Pakt sollen große Zahlungen vom Bund an die Länder fließen mit welcher digitale Unterrichtstechnik angeschafft werden soll. Als Gegenleistung für das Geld verlangt der Bund jedoch ein Mitspracherecht, wofür die Gelder verwendet werden sollen. Hierfür müsste allerdings das Grundgesetz geändert und dort im Speziellen die Bildungshoheit der Länder abgeschwächt werden. Dagegen verwahren sich viele Ministerpräsidenten jedoch entschieden. Winfried Kretschmar ist beispielsweise der Ansicht, dass der Bund nicht besser wissen könne, wofür man die Gelder ausgeben sollte als die Länder. Der Bundesrat entscheidet in der kommenden Woche über den Pakt.

Pelham kauft weiter Freenet-Aktien zurück
Der Leerverkäufer Pelham Capital Ltd. baut offenbar weiterhin seine gehaltenen Leerverkaufspositionen bei der Freenet AG ab. Aus dem Anteil leerverkaufter Aktien in Höhe von 0,88% Ende letzter Woche wurden im Laufe dieser Woche noch 0,70% der Aktien. Der ehemals größte Leerverkäufer bei Freenet rangiert damit momentan nur noch auf Platz 3 der größten Leerverkäufer. Insgesamt sind noch 3,01% leerverkaufter Freenet-Aktien bekannt.
– Bericht auf Aktiencheck.de

Versteigerung der 5G-Lizenzen in Gefahr?
Die Bundesnetzagentur fürchtet momentan um den Termin für die Versteigerung der 5G-Lizenzen. Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben könnten die Versteigerungsauflagen aus rechtlicher Sicht angreifbar werden. Unter anderem ist aktuell ein Gesetzentwurf zum Zwangsroaming in unterversorgten, ländlichen Gebieten geplant. Dies könnte den Netzausbau für die Netzbetreiber nachträglich unattraktiver machen.
Erst jüngst wurde ein offenbar für alle Seiten zufriedenstellender Kompromiss für die Versteigerungsmodalitäten gefunden. Dieser scheint nun jedoch bereits wieder auf der Kippe.
– Reuters-Meldung

SLM mit positiven Meldungen von der formnext – wirklich?
Offenbar hat SLM Solutions sich die viele Kritik zu Herzen genommen, wonach es einfach keine positiven Nachrichten mehr vom Lübecker Unternehmen gäbe. Kritiker sagen, die Unternehmensführung hätte damit einen guten Teil zum Absturz der SLM-Aktie beigetragen.
Nun hat SLM Solutions reagiert und – so scheint es – eine positive Nachricht von der formnext-Messe veröffentlicht. So habe man auf der Messe gleich mehrere neue Technologien präsentieren und damit zahlreiche Besucher an den Messestand locken können. Etwas wirklich Zählbares ist allerdings offenbar auch bei der formnext nicht hängen geblieben. Zumindest hat es offenbar keinerlei Vertragsabschlüsse gegeben auf die die Aktionäre so sehnlichst warten.
– Pressemitteilung

Ausblick auf die kommende Woche
Der SH-Investor erwartet eine ruhige Woche.

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