Portrait Hypoport SE

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Name: Hypoport SE
Hauptsitz: Lübeck (laut Satzung), Berlin (Verwaltung)

Branche: Finanzvertrieb
Gründung: 1954,1999, 2001
Gründer: u.a. Ronald Slabke

Vorstandsvorsitzender: Ronald Slabke
Aufsichtsratsvorsitzender: Dieter Pfeiffenberger (seit 2019)

Handelbare Wertpapiere:
Namensaktien ohne Nennwert: DE0005493365

Indexzugehörigkeit: SDAX

Emissionspreis: 15,25 € (2007)
Allzeithoch: 370,00 € (2020)
Allzeittief: 4,01 € (2009)

Aktionärsstruktur:
Hypoport Aktionaersstruktur
Webseite: www.hypoport.de

Kurzprofil:
Wenn man die Vorgängergesellschaften mitrechnet, kann die Hypoport SE bereits auf eine lange Historie zurückblicken. Im Jahr 1954 gründete der Lübecker Kaufmann Kurt Klein zusammen mit seinem Geschäftspartner Heinrich Scheck die Dr. Klein & Co. AG. Die Gesellschaft beriet andere Unternehmen in wirtschaftlichen Belangen und vermittelte zudem bereits damals Hypothekendarlehen.

Ab 1999 machte sich dann Prof. Dr. Thomas Kretschmer daran, die weltweit erste Online-Plattform zur Vermittlung von Hypothekendarlehen und anderen Finanzprodukten zu programmieren. Aus dieser Plattform ging schließlich die Europace AG hervor. Etwa zur selben Zeit stieg der heutige Hypoport-CEO Ronald Slabke bei Dr. Klein in Lübeck zu einem hochrangigen Mitarbeiter auf. Er wagte Ende 1999 den Management-Buyout und übernahm die Führung der Dr. Klein & Co. AG.

Erst 2001 beginnt dann die Geschichte der Hypoport SE in ihrer heutigen Form. Diese entstand aus dem Zusammenschluss der Aktiengesellschaften Dr. Klein und Europace. Bis heute sind sowohl Dr. Klein, als auch die Plattform Europace aktiv geblieben. Besonders Europace hat sich in den vergangenen Jahren zum wahren Brot-und-Butter-Geschäft der Gesellschaft entwickelt. Zudem veröffentlicht Europace regelmäßig den bundesweit bekannten Hauspreisindex. Im Jahr 2007 ging Hypoport an die Börse.

Seit ihrer Gründung gilt die Hypoport SE als ein Inbegriff für Innovationen im Finanzsektor. Nichtsdestotrotz hat das Fintech-Unternehmen zahlreiche Konkurrenzen auf dem Markt. Man beschäftigt bundesweit derzeit über 1.000 Mitarbeiter, die meisten davon in Lübeck. Ein Immobilien-Streit mit der Stadt Berlin sorgte zuletzt dafür, dass die Hypoport ankündigte, ihren Hauptsitz künftig nach Lübeck verlegen zu wollen. Das Unternehmen kehrt damit zu seinem Traditionssitz an der Trave zurück.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, verstarb im April 2019 74-jährig überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit. Jung-Senssfelder prägte die Geschicke der Gesellschaft seit 2005 und gilt neben CEO Slabke als Hauptarchitekt des Unternehmenserfolges. Sein Nachfolger wurde Dieter Pfeiffenberger. Anfang 2020 wurde die Gesellschaft in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umgewandelt.

Stand: April 2020

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