5G-Frequenzauktion: Bundesnetzagentur gibt Gas

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+ Mindest-Zusatzgebot steigt deutlich
+ Künftig 13 Mio. statt 2% Aufschlag
+ 5G-Auktion soll so beschleunigt werden

Bereits seit nun schon über elf Wochen zieht sich die Versteigerung der neuen 5G-Frequenzen in die Länge. Die lange Dauer des Verfahrens könnte inzwischen sogar die zeitliche Erreichung der geforderten Ausbauziele gefährden. Wie die ARD-Börse nun berichtet, beschleunigt die Bundesnetzagentur das Verfahren jetzt deutlich.

Netzagentur erhöht Mindest-Zusatzgebot
Um das Verfahren zur Vergabe der neuen 5G-Frequenzen erheblich zu beschleunigen, erhöht die Bundesnetzagentur nach Informationen der ARD-Börsenredaktion ab sofort das Mindest-Zusatzgebot deutlich. Dieses legt fest, um wie viel höher ein neues Gebot für einen Frequenzblock gegenüber dem Alt-Gebot sein muss. Dieser Zusatzbetrag liegt bisher bei 2 Prozent des bestehenden Gebotes. Dies bedeutet, dass die Unternehmen mit jedem neuen Gebot derzeit rund drei weitere Millionen auf den Tisch legen müssen.

Dieses Mindest-Zusatzgebot steigt nun auf mindestens 13 Million Euro. Für die beteiligten Unternehmen wird es daher künftig deutlich unattraktiver weitere Gebote abzugeben. Die mit elf Wochen Versteigerungsdauer ohnehin bereits längste Mobilfunkauktion der deutschen Geschichte dürfte sich somit erheblich verkürzen. Nachdem das Handelsblatt bereits im April über ein baldiges Ende der Auktion spekuliert hatte, ging es danach in Trippelschritten munter weiter.

Nun könnte das Auktionsende im besten Fall bereits in einigen Tagen kommen. Die neuen Regelungen gelten jedoch nur für die noch hart umkämpften Frequenzen im 3,6 GHz-Spektrum. Im 2,0 GHz-Spektrum scheint die Vergabe der Frequenzen hingegen weitgehend geklärt. Dort sind bereits seit längerem keine neuen Höchstgebote mehr registriert worden.

Telekom bietet am meisten
Bei der Versteigerung sieht es aktuell so aus, dass die Deutsche Telekom derzeit bei 13 Frequenzblöcken Höchstbietender ist. Vodafone kommt immerhin auf 12, Telefonica auf 9 und 1&1 Drillisch auf nur 7 Blöcke. Offenbar sind mit dieser Situation noch nicht alle Unternehmen zufrieden, sodass auf einige Frequenzen immernoch geboten wird.

Unternehmen Blöcke aktuell
Deutsche Telekom 13 x
Vodafone 12 x
Telefonica 9 x
1&1 Drillisch 7 x

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