Kurznachrichten KW 2/2019

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Behandelte Unternehmen:
Basler, Comdirect, Drägerwerk, Freenet, SLM Solutions

Die Themen:
+ Basler stellt auf der „embedded world“ aus
+ Comdirect mit starken Dezember-Zahlen
+ Neue Kursziele für das Drägerwerk
+ Dräger Services mit neuem Imagefilm
+ Freenet warnt vor mehr Funklöchern
+ Neue Chip-Technik für 5G-Ausbau
+ Paul Singer kauft weiter SLM-Aktien
+ Hauck & Aufhäuser rät SLM-Aktionären zum Verkauf

Basler stellt auf der „embedded world“ aus
Die Ahrensburger Basler AG stellt auch in diesem Jahr wieder auf der Messe „embedded world“ in Nürnberg aus. Dort soll das gesamte Produktportfolio der Basler AG präsentiert werden. Die Messe läuft vom 26. bis zum 28. Februar 2019. Der Basler-Stand trägt die Nummer 2-550.
– Pressemitteilung

Comdirect mit starken Dezember-Zahlen
Die Comdirect Bank AG hat wie gewohnt ihre Kundenzahlen für den vergangenen Monat offengelegt. Und obwohl es sich mit dem Dezember aufgrund der zahlreichen Feiertage regelmäßig um einen schlechten Monat für alle Broker handelt, können sich die Zahlen der Comdirect durchaus sehen lassen.
So konnte die Comdirect seine Kundenzahl erneut steigern, und zwar um 26.000 auf 2,522 Mio. Kunden. Lediglich bei der Anzahl der ausgeführten Orders und dem Depotvolumen gab es den üblichen Weihnachtsabschlag. Dieser sollte sich jedoch bereits im Januar wieder voll kompensieren.
– Pressemitteilung

Neue Kursziele für das Drägerwerk
Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat in einer neuen Aktienstudie das Kursziel für die Dräger-Vorzugsaktie auf 44 Euro belassen. Die Empfehlung lautet nach wie vor „Reduce“. Analyst Oliver Reinberg rechnet demnach schon bald mit der Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2018. Von diesen würden jedoch kaum positive Impulse für den Aktienkurs ausgehen können. Ein Verfehlen der Gewinnerwartungen sei wahrscheinlicher als ein Übertreffen eben dieser.
Auch die NordLB hat sich die Dräger-Aktie einmal genauer angesehen. Das Kursziel wurde von 72,- Euro auf nur noch 55,- Euro gesenkt. Die Empfehlung lautet jedoch nach wie vor „Hold“. Laut Analyst Holger Fechner seien die Rahmenbedingungen für das Drägerwerk derzeit unsicher, sowie die Unternehmensentwicklung nach wie vor rückläufig. Er habe daher seine Ebit-Erwartungen reduziert.
Meldung von dpa-AFX, Kepler Cheuvreux
Meldung von dpa-AFX, NordLB
– Bericht von Aktiencheck.de

Dräger Services mit neuem Imagefilm
Die Serviceabteilung des Drägerwerks „Dräger Services“ hat einen neuen Imagefilm erstellt und diesen auf Youtube veröffentlicht. Der Film zeigt liebevoll aufbereitet einige der Tätigkeiten des Drägerwerks im Servicebereich und zudem den einen oder anderen Mitarbeiter vor. Der Spot verrät jedoch nicht, ab wann das Sammelalbum erhältlich ist und wo man die Bildchen kaufen kann. An jeder Tankstelle vielleicht? Wer weiß…!?
– Imagefilm auf Youtube

Freenet warnt vor mehr Funklöchern
Freenet-Vorstand Rickmann von Platen hat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview gegeben und darin vor zunehmenden Funklöchern in Deutschland gewarnt. Die deutschen Kunden hätten nach wie vor zu 60 bis 70 Prozent keinen LTE-Anschluss, obwohl diese Technik hierzulande bereits vor über 8 Jahren eingeführt worden sei.
Dies läge vor allem an der Tatsache, dass es im 4G-/LTE-Netz keine Diensteanbieterverpflichtung gäbe und die Netzbetreiber diese Technologie zu sehr hohen Preisen exklusiv selbst vertreiben. Dadurch seien viele Kunden nach wie vor auf das veraltete 3G-/UMTS-Netz angewiesen. Dieses werde von den Netzbetreibern jedoch inzwischen bereits zurückgebaut. Dadurch würden die Funklöcher derzeit eher mehr als weniger. Bei der 5G-Technologie dürfe man daher nicht die gleichen Fehler wie bei 4G machen, mahnt von Platen und fordert somit erneut eine Diensteanbieterverpflichtung auch für künftige Technologien.
In der Tat bereiten die großen Netzbetreiber derzeit den endgültigen Abschied vom 3G-Netz vor. Laut Vodafone wolle man das 3G-Netz „ungefähr im Jahr 2020 bis 2021“ abschalten. Auch die Telekom arbeitet an einer UMTS-Abschaltung. Dann verbliebe den Mobilfunk-Discountern einzig noch das 2G-/GSM-Netz mit einer Diensteanbieterverpflichtung. Dieses taugt jedoch einzig zum Telefonieren, nicht jedoch zum mobilen Surfen im Internet.
Bericht auf FAZ.net (kostenpflichtiger Inhalt)
Meldung von dts
Bericht auf Golem.de

Neue Chip-Technik für 5G-Ausbau
Bereits in der vorletzten Woche hatte es eine Innovation für den 5G-Netzausbau gegeben, wonach es künftig einfacher werden könnte, die optimalen Standorte und technischen Spezifikationen von Sendemasten zu berechnen. In der abgelaufenen Woche hat sich nun eine weitere Innovation dazugetan. Der Chiphersteller Intel hat auf der CES-Messe in Las Vegas die Entwicklung einer neuen Chip-Familie namens „Snow Ridge“ angekündigt. Diese solle optimal auf den 5G-Funkstandard ausgelegt sein und in Mobilfunkmasten zum Einsatz kommen. Bis 2022 wolle man so 40% des 5G-Marktes erobert haben, verkündete ein Sprecher.

Paul Singer kauft weiter SLM-Aktien
US-Investment-Guru Paul Singer, bzw. eine seiner zahlreichen Finanz-Tochtergesellschaften kauft weiter Aktien der Lübecker SLM Solutions Group AG zu. So wurde in der vergangenen Woche eine entsprechende Stimmrechtsmitteilung bekannt. Eigentlicher Grund für die Mitteilung war zwar offenbar nur eine Verschiebung der Aktien innerhalb der zahlreichen Tochtergesellschaften von Elliott International, doch im Rahmen dieser Mitteilung konnten Aktionäre auch lesen, dass man den Anteil an SLM Solutions von zuvor 21,05% auf nun 22,87% aufgestockt hat.
Damit könnten die Gerüchte, wonach Paul Singer, bzw. dessen Gesellschaft Elliott International einen kompletten Aufkauf aller SLM-Aktien plane und man das Unternehmen von der Börse nehmen wolle, neue Nahrung erhalten. Sollte es dazu kommen, könnte den Aktionären ein netter Aufschlag zum aktuellen Aktienkurs winken. Ob das die arg gebeutelten Anleger jedoch zufrieden stellen würde, darf durchaus bezweifelt werden. Etwas Offizielles zu diesem Vorhaben gibt es bisher freilich nicht zu lesen.
– DGAP-Meldung

Hauck & Aufhäuser rät SLM-Aktionären zum Verkauf
Das private Analysehaus Hauck & Aufhäuser hat in einer neuen Aktienstudie die Papiere des 3D-Druckmaschinene-Herstellers SLM Solutions zum Verkauf empfohlen. Das Kursziel wird nur noch auf 3,- Euro taxiert und damit mehr als halbiert. Zuvor nannte H&A noch ein Kursziel von 7,50 Euro. Doch damit nicht genug: Der zuständige Analyst, Carlos Becke, malt zudem ein äußerst schwarzes Bild von der Zukunft des Lübecker Unternehmens.
Zwar gehe es seit dem gescheiterten Übernahmeversuch durch General Electric abwärts mit den Geschäften, schließlich habe man dadurch seinen größten Kunden verloren. Doch dieser Tatsache allein die Schuld zu geben, entspräche laut Becke nur der halben Wahrheit. So verlöre das Lübecker Unternehmen in einem sich immer weiter verschärfenden Wettbewerb zunehmend seinen Technologievorsprung. Das langfristige Umsatzziel von 500 Mio. Euro jährlich bis 2022 sei mittlerweile „vom Tisch“, schreibt er in der Studie. Becke stellt daher die Frage in den Raum, ob es für SLM Solutions überhaupt noch Lösungen gebe.
– Meldung von dpa-AFX


Ausblick auf die kommende Woche
In der kommenden Woche werden bereits die ersten vorläufigen Geschäftszahlen für 2018 erwartet. Besonders die Buchhalter beim Drägerwerk sind traditionell von der schnellen Truppe.

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