Kurznachrichten KW 3/2019

Veröffentlicht von

Behandelte Unternehmen:
Comdirect, Joh. Friedrich Behrens

Die Themen:
+ Comdirect erhöht die Gebühren
+ Comdirect mit Brokerage-Index und Realzins-Radar
+ CEO der Joh. Friedrich Behrens AG in zwei Interviews

Comdirect erhöht die Gebühren
Die Comdirect Bank AG versendet aktuell Preiserhöhungsschreiben an ihre Kunden. Demnach werde man die börsenplatzabhängigen Entgelte ab Mitte März „anpassen“. So sollen künftig für jeden Xetra-Handel 0,0025% des Order-Volumens, mindestens jedoch 2,50 Euro einbehalten werden. Bisher betrugen die Gebühren gut die Hälfte davon. Eine echte Verdopplung findet stattdessen sogar an allen anderen deutschen Inlandsbörsen statt. Anstelle von 0,0025% werden künftig 0,005% des Volumens einbehalten. Der Mindestbetrag steigt hier von 2,50 Euro auf runde 5,- Euro pro Trade.
Immer mal wieder macht die eigentlich als Billigtochter der Commerzbank im Online-Bereich gestartete Comdirect in Sachen Preis Schlagzeilen. Erst vor wenigen Monaten ergab ein Preisvergleich, dass die weitgehend analoge Muttergesellschaft Commerzbank inzwischen günstigeren Börsenhandel anbietet als die Comdirect. Diese Preisauffälligkeit wurde jedoch kurz darauf wieder glattgebügelt. Seither erhebt die Commerzbank dieselben Gebühren wie ihre Online-Tochter.

Comdirect mit Brokerage-Index und Realzins-Radar
Der Brokerage-Index der Comdirect hat im Dezember offenbar den höchsten Stand seit September 2016 angenommen. Mit insgesamt 109,9 Punkten liegt man hier 4,6 Punkte höher als im vorangegangenen November. Die spezifische Kennziffer für den Aktienhandel ist jedoch nicht ganz so positiv. Von 123,9 erhöhte sie sich nur minimal und steht nun bei 124,1 Punkten, ist damit aber immernoch deutlich über der 100%-Marke.
Ansonsten gab es bei der Comdirect noch das neue Realzins-Radar, welches in der vergangenen Woche auch in zahlreichen Medien zitiert wurde. Demnach haben die deutschen Sparer aufgrund der Differenz von Sparzins zu Inflation in 2018 rund 40 Mrd. Euro verloren. Allgemein schreibt man dieses Phänomen vor allem dem niedrigen Leitzins der EZB zu. Die Statistik verfolgt den Zweck, die Deutschen dazu zu motivieren, sich mit einer sinnvollen Geldanlage zu beschäftigen – und so womöglich auch Kunde der Comdirect zu werden.
Pressemitteilung Brokerage-Index
– Pressemitteilung Realzins-Radar

CEO der Joh. Friedrich Behrens AG in zwei Interviews
Der Vorstandsvorsitzende der Joh. Friedrich Behrens AG hat auf der Münchener Kapitalmarktkonferenz (MKK) gleich zwei Interviews gegeben. Einmal sprach er mit der Redaktion von Finanztrends.info. Zum anderen konnte auch das Börsen Radio Network ein Interview mit Fischer-Zernin führen.
Darin spricht der CEO unter anderem davon, dass der für 2019 einen besseren Umsatz und auch eine bessere Profitabilität erwartet. Nach seiner Meinung gebe es daher keinen Grund, weshalb nicht auch der Aktienkurs in 2019 wieder Kurs auf die 6-Euro-Marke nehmen sollte. In 2018 sei die Profitabilität vor allem wegen der hohen Stahlpreise unter die Räder gekommen. Der Stahlpreis sei derart stark geklettert, dass man mit den Preiserhöhungen für die eigenen Produkte nicht hinterhergekommen sei, gab Fischer-Zernin zu. Doch schon in den letzten Monaten aus 2018 hätte sich die Lage spürbar verbessert. Auch die neuen Auslandsgesellschaften würden in 2019 womöglich bereits einen positiven Deckungsbeitrag leisten können.
Das Interview auf Finanztrends.info ist womöglich mit etwas Vorsicht zu genießen, da sich im Interview widersprüchliche Angaben zum Zeitpunkt des Interviews befinden. Der SH-Investor kann daher nicht für die Sorgfältigkeit des verlinkten Beitrages bürgen.
Interview auf Finanztrends.info
– Interview im Börsen Radio Network (kostenfreie Anmeldung erforderlich)


Ausblick auf die kommende Woche
In der kommenden Woche könnten weiterhin vorläufige Geschäftszahlen eintrudeln. Konkret erwartet werden diese jedoch bei keinem Unternehmen.

Außerdem endet am Freitag um 15:00 Uhr die Frist zur Interessensbekundung für alle Unternehmen, die bei der anstehenden 5G-Versteigerung teilnehmen wollen. Wer sich bis dahin nicht bei der Bundesnetzagentur angemeldet hat, wird zur Versteigerung nicht mehr zugelassen. Es wird jedoch erwartet, dass alle interessierten Unternehmen ihre Unterlagen längst eingereicht haben.

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