Edding AG erwartet schwaches erstes Halbjahr

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+ Umsatzverschiebung ins zweite Halbjahr
+ EBIT überproportional negativ betroffen
+ Klarstellung zum Argentinien-Rückzug

Am heutigen Montag und damit einen Tag vor der Hauptversammlung veröffentlicht die Edding AG im Rahmen einer Ad hoc-Meldung deutlich niedrigere Erwartungen für das erste Halbjahr 2019. Grund zur Sorge gibt es mit Blick auf die Jahresprognose aber nicht, beteuert das Unternehmen.

Umatzverschiebung ins zweite Halbjahr
So erwartet die Edding AG für 2019 nach wie vor einen Jahresumsatz zwischen 145,0 und 155,0 Mio. Euro, sowie ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 12,0 und 15,0 Mio. Euro. Jedoch bereitet man den Kapitalmarkt mit der heutigen Mitteilung offenbar bereits schonend auf eher schlechte Halbjahreszahlen vor. Durch Umsatzverschiebungen in das zweite Halbjahr hinein werden der Umsatz und vor allem das EBIT in den ersten 6 Monaten 2019 voraussichtlich schlechter ausfallen als im Vorjahr.

So habe man in 2018 noch 49% der Jahresumsätze bis einschließlich Juni generiert. Im laufenden Jahr soll dieser Wert bei nur noch bei 47% liegen. Woher diese Zuversicht, die negative Entwicklung im zweiten Halbjahr aufholen zu können, kommt, verrät die Edding AG in ihrer Miteilung jedoch nicht. Da die Mitteilung fairerweise einen Tag vor der Hauptversammlung kommt, gibt es morgen voraussichtlich genügend Gelegenheit, diese Zuversicht der Unternehmensführung genauer zu ergründen.

EBIT überproportional negativ betroffen
Wie bei Umsatzrückgängen üblich, ist das Ergebnis unter dem Strich deutlich stärker negativ betroffen. Dies betont auch die Edding AG in ihrer Mitteilung und nennt dafür noch zwei weitere Gründe. Zum einen handelt es sich dabei um Sonderkosten für die Schließung des argentinischen Produktionswerkes in San Juan. Dabei werden insgesamt 17 Stellen abgebaut was mit Sonderkosten in Höhe von rund einer Million Euro zubuche schlägt. Der gesamte Betrag soll im ersten Halbjahr 2019 fällig werden.

Doch auch die neuen Geschäftsfelder machen sich bisher eher negativ bemerkbar. So sind beim Aufbau der neuen Edding Tech Solutions GmbH, welche unter anderem den edding code vermarkten soll, offenbar planmäßige Anlaufverluste in Höhe von rund 0,5 Mio. Euro entstanden. Abgesehen von diesen Anlaufverlusten hofft das Unternehmen jedoch, die neuen Technologien in einer immer digitaleren Welt künftig zum großen Umsatzbringer der Edding AG zu machen.

Argentinien-Klarstellung und Segment-Veränderung
Darüber hinaus veröffentlicht die Edding AG im Rahmen der heutigen Ad hoc-Meldung eine weitere Neuigkeit, sowie eine Richtigstellung.

Standortschließung in Argentinien: Die Richtigstellung betrifft die Meldung zur Schließung des Produktionsstandortes im argentinischen San Juan. Einige Medien hätten die damalige Mitteilung als Komplett-Rückzug aus Argentinien gedeutet. Dies sei jedoch nicht korrekt, so die Ahrensburger Gesellschaft. Stattdessen verbleiben mit der Vertriebsabteilung rund 50 Stellen auch weiterhin in dem südamerikanischen Land. Auch der SH-Investor muss zugeben, dass sich der damalige Bericht als Komplett-Rückzug aus Argentinien deuten ließ. Der entsprechende Beitrag vom 23. Mai 2019 wurde daher ebenfalls klargestellt.

Segmentberichterstattung: Ansonsten plant die Edding AG noch Korrekturen bei der Segmentberichterstattung. So soll ab sofort über die neugegründeten Tochtergesellschaften nicht mehr im Segment „Schreiben&Markieren“, sondern unter „sonstige Segmente“ berichtet werden. Die Änderungen sollen bereits zum kommenden Halbjahresbericht 2019 umgesetzt werden. Entsprechende Prognosekorridore für die neuen Segmente sollen ebenfalls im Halbjahresbericht der Edding AG veröffentlicht werden.

Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2019 wird die Edding AG voraussichtlich am 30. August veröffentlichen.

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